Familie Fuchs bekommt ein neues Sofa

Liebe vernachlässigte Leserin, oder lieber vernachlässigter Leser meines Blogs,

entschuldige bitte, dass ich dich für mehrere Monate ohne neue Geschichten aus meinem Leben gelassen habe. Aber ich selbst werde von meinem Doppelgänger vernachlässigt und so spannend ist es bei mir gerade einfach nicht. Jedoch bekam ich gestern mein neues Sofa geliefert und davon möchte ich erzählen.

Fetter Fuchs auf Sofa

Von langer Hand geplant. Bestellt haben wir das Sofa vor wenigen Wochen, es besteht aus drei Teilen. Dem Eckteil und den zwei Seitenteilen. Auch wurde bei den Maßen darauf geachtet, dass es ins Wohnzimmer passt, als auch durch unsere Türen.

Nun bekam ich am heutigen Liefertag morgen früh folgenden Anruf:

“Fuchs, guten Morgen”

“Hallo, hier Möbel Schlüter, ich bringe heute Möbel. Bin 13:00 Uhr da”

Und bevor ich mich von dem netten Mann verabschieden konnte, legte er auch wieder auf. Viel Zeit hatte er nicht, ist durchaus verständlich.

Jedenfalls kam er dann mit seinem Kollegen pünktlich an und ab da wurde es etwas unübersichtlich. Er schaute die Wohnungstüre skeptisch an, nahm Maß mit meinem Gliedermaßstab und raunte “Wird knapp”

Jedenfalls trugen er und sein Kollege die Ecke hoch, bekamen diese jedoch nicht durch die Tür und sie versuchten es ganze zwei mal, es war ja sehr knapp. Auf meine Frage, ob man da ggf. Füße oder so abschrauben könne sagte er nur: “Da sind keine Füße”

Nun die Frage, es wurden von ihm alternative Wege, die heute natürlich nicht beschritten werden können, ausgelotet. Fenster, Balkon, Seile, Möbelaufzug. Ich telefonierte mit unserem Verkäufer, denn der Lieferant wirkte sehr, sehr hektisch.

Und kennt ihr das noch, wenn Opa von der Zeit nach dem Krieg erzählt hat? Was alles schlecht war und wie auch immer? Wie schwer das Leben war? In diesem Ton erzählte uns der Liefermensch dann, wie oft er schon Ecken nicht in Wohnungen bekommen hat, weil die Verkäufer die IMMER zu groß verkaufen. Es war schlimm.

Nach einigem Hin und Her, verblieben wir dann so. Er stellt die Ecke in unseren Keller, die anderen Teile in die Wohnung und der Verkäufer bemüht sich darum, dass die Ecke noch ihren Weg in die Wohnung findet.

Nun, nachdem dieser König der Hektik dann wieder weg war, konnten Frau Fuchs und ich eigentlich nicht glauben, dass das wirklich nicht funktionieren soll.

Also, Maßband genommen, die Ecke vermessen und wir waren uns einig, richtig gekippt sollte das funktionieren. Also, wir tragen das Ding hoch, kippen es richtig und siehe da, es landet im Wohnzimmer. Das Sofa steht und wir sind sehr glücklich.

Ein Telefonat mit dem Verkäufer ergab dann, dass er sich über den Liefermensch ärgerte, das dieser auch ihm nicht zuhörte, wir, da wir nun die Arbeit selbst getan hatten, noch einen Einkaufsgutschein für Möbel Schlüter bekommen werden.

Was soll ich sagen. Es gibt eben solche Tage

Euer Zacharias

Ein Liebesbrief der Hausverwaltung <3

Guten Morgen ihr Freunde und Feinde der Tütensuppen,

bevor ich nun fortfahre, erinnert ihr euch noch an den Beitrag mit meinem Nachbarn und der Hausverwaltung? Wenn nicht, hier ist er: klick mich

So, nachdem ihr nun wieder im Thema seid, lasset mich zur Sache kommen.

Am gestrigen Tage erreichte mich auf postalischem Wege ein Schreiben der neuen Hausverwaltung (ist nicht das erste Schreiben, aber der Tonfall ist immer irgendwie gleich) und wer nun meinen Nachbarn und seinen Tonfall kennt, der wird gleich wissen, er und die neue Hausverwaltung, die zwei haben sich gesucht und gefunden. Es muss Liebe sein.

Hier nun das Schreiben:

Inhalt des Schreibens:

An alle Hausbewohner/-innen                                      07.03.2018

 

                                       RUNDSCHREIBEN

Sehr geehrte Hausbewohnerin,

sehr geehrter Hausbewohner,

 

auf der Eigentümerversammlung 2018 wurden wir gebeten, alle

Hausbewohner an die Regelung zum Rausstellen der Mülltonnen

und der Durchführung des Winterdienstes zu erinnern.

Bitte entnehmen Sie dem aufgehängten Plan im Treppenhaus, wann

Sie die Dienste durchführen sollen/müssen.

Außerdem sollte, wenn größerer Dreck im Treppenhaus verursacht wird,

dieser sofort entfernt werden und nicht für die Putzfrau liegen lassen.

Ebenso bitten wir Sie, um zusätzliche Kosten zu vermeiden, die Mülltrennung

ordnungsgemäß durchzuführen.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Ihre

Hausverwaltung GmbH & Co Kg

 

Mein Gefühl beim Lesen dieser tollen Worte ist, dass hier im Subtext eine gewisse Grundaggressivität mitschwingt. Und ich kann mir ehrlich gesagt, nur einen Eigentümer vorstellen ,der sich hier über gewisse Dinge beschwert hat und der ist nur alle paar Wochen mal in seiner Wohnung. Na, wer mag das denn wohl sein 😉

Jedenfalls mag ich solch total unpersönliche Schreiben und antworte der Hausverwaltung gerne im gleichen Stil und verursache dann auch gerne mal Arbeit bei der “Hausverwaltung”.

 

Inhalt meiner Antwort:

Absender:

sehr geehrter Hausbewohner

Dingsstraße 11

11111 Blablastadt

 

                                                     RUNDSCHREIBENANTWORT

Sehr geehrte Hausverwalterin,

sehr geehrter Hausverwalter,

 

gerne habe ich Ihr Rundschreiben zur Kenntnis genommen und möchte gerne zu ein paar der von Ihnen höflichst angebrachten Punkte Stellung beziehen. 

Ich weiß nicht, wann Sie zuletzt hier im Hause gewesen sind, jedoch hängt der Plan zur Durchführung des Winterdienstes nicht mehr. Er ist irgendwann im Jahre 2017 plötzlich und unvorhergesehen verschwunden. Der Plan für den “Mülldienst” ist noch immer aus dem Jahre 2017. Ich kann also verstehen, wenn sich manche MitbewohnerInnen unsicher sind, wann diese nun mit der Aufgabe betraut sind und daher sollten Sie diesen Umstand, wenn dies derzeit nicht so ganz funktioniert, nicht den BewohnerInnen des Hauses anlasten. Früher hing immer ein aktueller Plan für das laufende Jahr, irgendjemand (und ich sage nicht, dass Sie dies sind), sollte sich nun verwaltungstechnisch daran begeben, einen aktuellen Plan zu erstellen und auszuhängen. Ich bin sicher, dass diese Maßnahme dazu führt, Verwirrungen auf Seiten der MitbewohnerInnen zu vermeiden.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen ein wenig Erleuchtung im Bezug auf die zu erledigenden Verwaltungsaufgaben geben.

Vielen Dank für Ihr Verständnis und den immer freundlichen Ton Ihrer Rundschreiben

Ihr/e

HausbewohnerIn

 

So, mal schauen, was die Hausverwaltung dazu sagt und/oder schreibt.

 

Euer Zacharias