Der Doppelgänger Teil 13 – Der Arbeitsvertrag

Gute Tageszeit, Freunde der Vertrauensarbeitszeit und der Pflegeberufe,

es geschah vor einigen Tagen, da erreichte mich wieder eine Mail, welche definitiv nicht für mich gedacht war. Es handelte sich um eine Firma, welche Pflegekräfte und ähnliche in Arbeitnehmerüberlassung an entsprechende Arbeitnehmer übermittelt und ich bekam also folgende Mail:

Ankommende Mail vom 20.09.:

Text der Mail:

Hallo Herr Fuchs,

anbei wie besprochen der Arbeitsvertrag.

Mit freundlichen Grüßen

Hannes Gutmeier

Verleihnix GmbH

Im Anhang befand sich ein Beispielarbeitsvertrag als PDF. Alles recht Standard, es geht um Arbeitnehmerüberlassung und sollte der Mitarbeiter gerade nicht in einer Überlassung sein, zahlen die Brutto 12€ die Stunde.

 

Soweit, so gut. Ich habe natürlich am gleichen Tag darauf geantwortet.

Ausgehende Mail vom 20.09.:

 

Text der Mail:

Guten Morgen Herr Gutenmeier,
 
Das klingt jetzt alles recht prickelnd. 
Der Stundenlohn von 12€ ist natürlich nicht so ansprechend, aber mit einem kleinen Begrüßungsgeschenk bei Unterschrift, wie z.B. einem Tefal Sandwichtoaster, könnte ich mir das überlegen.
 
Herzallerliebst,
Ihr Zacharias Fuchs
Nun, ich glaube, ich habe mich bei seinem Namen verschrieben, sowas passiert.
Aber, ich denke, meine Forderung ist nicht zu hoch gegriffen. Also wartete ich ab und wartete.
Und wartete.
Am gestrigen Tag hatte ich dann genug und schrieb ihm abermals.
 
Ausgehende Mail vom 25.09.:
 
 
Text der Mail:
Gute Tageszeit Herr Gutenberg,
 
leider haben Sie sich auf meine letzte Nachricht hin nicht gemeldet.
Sicherlich haben Sie gerade viel zu tun, daher möchte ich noch einen kleinen Nachtrag senden.
 
Nach Rücksprache mit meiner mir angetrauten Ehefrau sind wir zu dem Schluß gekommen, dass
bei Vertragsunzerzeichnung dann nicht nur der normale Sandwichtoaster angebracht wäre, sondern
ggf. sogar der Tefal SW852D Snack Collection.
 
Ich denke, aufgrund der momentanen Knappheit an Fachkräften im Bereich der Pflege, ist dies mehr als angemessen.
 
Bussi auf Bauchi,
Ihr Zacharias Fuchs
Ich schwöre, ich gab mir sehr, sehr viel Mühe dabei, den Namen endlich richtig zu schreiben, aber es wollte mir nicht so richtig gelingen.
Dennoch, es kam gestern eine Reaktion von Herrn Guttenberg.
 
Eingehende Mail 25.09. 15:21 Uhr:
 
 
Text der Mail:

Guten Tag Herr Fuchs,

leider waren Sie telefonisch nicht erreichbar.

ich hatte gedacht Sie meinen das nicht ernst, aber anscheinend schon.

Bei uns gibt es keine Willkomens-Geschenke.

Mit freundlichen Grüßen
 
Nun, der Ton ist recht harsch. Von jemandem, der mit mir eine Geschäftsbeziehung eingehen möchte, hätte ich mir mehr erwartet. Kurz darauf kam auch eine weitere Mail.
 
Eingehende Mail vom 25.09. 16:05 Uhr:
 
Text der Mail:

Hallo Herr fuchs,

ich habe es mir anders überlegt, gerne können Sie sich den Tefal SW852D Snack Collection bei uns abholen kommen.

Rufen Sie mich wegen einem Termin an:-)

 

Mit freundlichen Grüßen
Nun, der Ton ist schon besser, jedoch musste ich mir das erst einmal durch den Kopf gehen lassen. Außerdem scheint die Shift Taste bei meinem Namen geklemmt zu haben.
Was also nun? Ich habe heute morgen geantwortet und ihm den Arbeitsvertrag selbstverständlich auch zurückgesendet, ich benötige ihn ja nicht mehr.
 
Ausgehende Mail vom 26.09.:
 

Text der Mail:

Hallo Herr Guthans,

 
ich bin mir nicht sicher, ob ich mich in einer Firma, die mich offensichtlich nicht ernst nimmt, auch wohlfühle.
Daher möchte ich von weiterer Zusammenarbeit gerne absehen.
 
Zu meiner Entlastung sende ich Ihnen Ihren Arbeitsvertrag zurück, Sie finden sicherlich anderweitig Verwendung dafür.
 
Hochachtungsvoll,
Ihr Zacharias Fuchs
Anhang: Arbeitsvertrag.pdf
 
So, da kommt bestimmt nichts mehr, was noch für diese kleine Anekdote relevant ist.
 
Bussi auf Bauchi,
euer Zacharias

Einkaufen

Gute Tageszeit, Freunde der Nacht und des veganen Mineralwassers,

 

heute möchte ich euch etwas über mein Lieblingsthema erzählen. Einkaufen!

Ich hasse einkaufen! (Ich rede nicht von “shoppen”, das ist was anderes)

Einkaufen, diese Notwendigkeit, Dinge des täglichen Bedarfs, Lebensmittel, etc. zu besorgen, damit man nicht immer nur Pizza kommen lassen muss (ja, die Auswahl hier auf dem Dorf ist eben nicht so groß), oder wenn das Toilettenpapier alle ist und man es leid ist, sich den Po ersatzweise mit 300er Schleifpapier abzuwischen.

Einkaufen eben.

Ich bin da recht praktikabel, ich hasse es und will es schnellstmöglich hinter mich bringen, also erstelle ich mir eine Liste mit den Dingen, welche ich brauche, nehme ein oder zwei leere Taschen mit und fahre zum Supermarkt meines Vertrauens, parke mein Auto, steige aus, miete mir für einen Euro so einen tollen Stahlkorbwagen mit Rollen, von denen immer mindestens eine hakt und sich nicht richtig dreht und begebe mich in Richtung Eingang des Konsumtempels.

Während meiner Annäherung an diese Burg der Konsumgüter, sehe ich in der Nähe des Eingangs einen “Verkaufsstand”, sowas kommt schon mal vor. Zeitungsabos, Internetanschlüsse, Kabelfernsehen, alles mögliche wird da versucht, einem anzudrehen. Die Entfernung schrumpft, ich lese irgendwas von Kinder in Not und Hilfe und was weiß ich, ich habe keinen Bock auf sowas, egal, was da verkauft wird. 

Also, Blick frei geradeaus auf den Eingang des Supermarkts gerichtet und schnellen Schrittes voran, die werden mich schon in Ruhe lassen. Doch plötzlich springt so ein williger und engagierter Spendensammler, dem offenbar jede Empathie fehlte, mir in den Weg, ich meine, wer kann schon Nein sagen, es geht ja heute nicht um schnelleres Internet, sondern darum, Kindern zu helfen? Und glaubt mir, mein Gesicht sagte deutlich, dass ich in Ruhe gelassen werden möchte (aber sagte ich eben ja, fehlende Empathie und so)! Er legt los: “Hallo, ich..”

Da unterbreche ich ihn, habe ich doch genug gehört, mit den Worten:

“Aus dem Weg, ich hasse Kinder!”

Sein Blick? So entsetzt, dass ich ihm fast vergebe, dass er mich genervt hat.

Also ehrlich, mir echt egal, warum diese Typen und Typinnen dort stehen und was die verkaufen, ich will doch nur in Ruhe einkaufen und zwar das, was auf meinem Zettel steht und da steht nichts von Kindern, Internetanschluß, Tageszeitung oder irgendeinem magischen Messerschleifer.

Hier übrigens die Argumente, um diese anderen Leute loszuwerden:

Internetanschluß; “Meine Religion verbietet mir das Internet. Der Hohepriester sagt, dort sind nur böse Menschen und Sünde”

Tageszeitung: “Ich kann eh nicht lesen und wenn ich es könnte, wäre ich eh zu dumm, um zu verstehen, was da steht”

Magischer Messerschleifer: “Ich nehme nur stumpfe Messer, damit ich mich nicht so oft schneide, ich bin sehr ungeschickt”

Und wenn ich das Bedürfnis habe, jemandem etwas zu spenden, dann suche ich mir auf diversen Internetseiten ein tolles Projekt, eine Hilfsorganistation aus. Wenn ich schnelleres Internet brauche, dann vergleiche ich in Ruhe Anbieter und deren Leistungen.

Das ist genau so schlimm, wie damals der Vorwerk Verkäufer, welcher an die Haustüre kam und einen belästigt hat!

 

Was ist eure Meinung zu diesen aufdringlichen Verkäufern?

Euer Zacharias Fuchs