Kleine Penisse

Gute Tageszeit, Freunde des Schnellstarts,

heute möchte ich mich einmal über diverse radikale Autofahrer auslassen.

Ein solches Exemplar ist mir heute begegnet. Am Ende meines Arbeitstages, an meinem wohlverdienten Feierabend, fuhr ich schön in Richtung meiner Wohnung, was immerhin ca. 30 Minuten Fahrt über diverse Landstraßen bedeutet.

Plötzlich näherte sich mir von Achtern ein schwarzer Kleinwagen. Nun, es waren 70 Stundenkilometer erlaubt und der Raser, der ich nun mal bin, ich fuhr laut Tacho ca. 73.

Ja, ich weiß, ich bin ein wilder Bursche, ein ungezügelter Raser!

Der Kleinwagenfahrer (besagter Kleinwagen war ein Peugeort 206 HDI, wenn ich das richtig gesehen habe), nennen wir ihn mal Horst, fuhr sehr dicht auf. Ich kann nur mutmaßen, was in seinem Kopf vorging, aber es muss in etwa so gewesen sein:

“Oh nein, dieser kleine Sicherheitsabstand zu meinem Vordermann. Was ist das ein Idiot in seinem BMW. Scheiß Bonzenkarre. Kann der nicht schneller fahren und entsprechend Abstand halten? Dieser blöde Penisbär! Was mache ich nur? Mist, ich muss Abstand gewinnen. Ich überhole mal besser”

An dieser recht unübersichtlichen Stelle der Landstraße, auf der eine durchgezogene Mittellinie aufgemalt gewesen ist, entschied sich Horst also nun, zu überholen. Er beschleunigte auf gefühlt Warp 3,86, schwenkte auf die Gegenfahrbahn und fuhr mit einer wahnsinnig hohen Geschwindigkeitsdifferenz an mir vorüber, schaffte es noch, bevor der auf der Gegenfahrbahn entgegenkommende Mini Cooper frontal mit ihm kollidierte, wieder auf unsere Spur zu wechseln.

Nach so viel Aufregung musste er natürlich weiter beschleunigen, der Sicherheitsabstand zwischen uns musste natürlich weiter ausgebaut werden, dies tat er auch. Die nächste Linkskurve fuhr Horst, unser Michael Schumacher Verschnitt (für die jüngeren unter euch, Michael Schuhmacher ist ein gelernter KFZ Mechaniker, der auch mal schnell mit Autos gefahren ist) dann auch über die Gegenfahrbahn, um diese möglichst effizient zu befahren.

So fuhr mir Horst also davon. Keine halbe Minute später jedoch, verringerte sich der Sicherheitsabstand zwischen uns wieder. Horst stand nämlich an der Einfahrt zu einem Kreisverkehr und musste hier einfach warten. Was haben ihm seine zwei riskanten Manöver also gebracht? 

Ich vermute mal: NICHTS 

 

So, das musste mal raus.

Euer Zacharias Fuchs

Einkaufen

Gute Tageszeit, Freunde der Nacht und des veganen Mineralwassers,

 

heute möchte ich euch etwas über mein Lieblingsthema erzählen. Einkaufen!

Ich hasse einkaufen! (Ich rede nicht von “shoppen”, das ist was anderes)

Einkaufen, diese Notwendigkeit, Dinge des täglichen Bedarfs, Lebensmittel, etc. zu besorgen, damit man nicht immer nur Pizza kommen lassen muss (ja, die Auswahl hier auf dem Dorf ist eben nicht so groß), oder wenn das Toilettenpapier alle ist und man es leid ist, sich den Po ersatzweise mit 300er Schleifpapier abzuwischen.

Einkaufen eben.

Ich bin da recht praktikabel, ich hasse es und will es schnellstmöglich hinter mich bringen, also erstelle ich mir eine Liste mit den Dingen, welche ich brauche, nehme ein oder zwei leere Taschen mit und fahre zum Supermarkt meines Vertrauens, parke mein Auto, steige aus, miete mir für einen Euro so einen tollen Stahlkorbwagen mit Rollen, von denen immer mindestens eine hakt und sich nicht richtig dreht und begebe mich in Richtung Eingang des Konsumtempels.

Während meiner Annäherung an diese Burg der Konsumgüter, sehe ich in der Nähe des Eingangs einen “Verkaufsstand”, sowas kommt schon mal vor. Zeitungsabos, Internetanschlüsse, Kabelfernsehen, alles mögliche wird da versucht, einem anzudrehen. Die Entfernung schrumpft, ich lese irgendwas von Kinder in Not und Hilfe und was weiß ich, ich habe keinen Bock auf sowas, egal, was da verkauft wird. 

Also, Blick frei geradeaus auf den Eingang des Supermarkts gerichtet und schnellen Schrittes voran, die werden mich schon in Ruhe lassen. Doch plötzlich springt so ein williger und engagierter Spendensammler, dem offenbar jede Empathie fehlte, mir in den Weg, ich meine, wer kann schon Nein sagen, es geht ja heute nicht um schnelleres Internet, sondern darum, Kindern zu helfen? Und glaubt mir, mein Gesicht sagte deutlich, dass ich in Ruhe gelassen werden möchte (aber sagte ich eben ja, fehlende Empathie und so)! Er legt los: “Hallo, ich..”

Da unterbreche ich ihn, habe ich doch genug gehört, mit den Worten:

“Aus dem Weg, ich hasse Kinder!”

Sein Blick? So entsetzt, dass ich ihm fast vergebe, dass er mich genervt hat.

Also ehrlich, mir echt egal, warum diese Typen und Typinnen dort stehen und was die verkaufen, ich will doch nur in Ruhe einkaufen und zwar das, was auf meinem Zettel steht und da steht nichts von Kindern, Internetanschluß, Tageszeitung oder irgendeinem magischen Messerschleifer.

Hier übrigens die Argumente, um diese anderen Leute loszuwerden:

Internetanschluß; “Meine Religion verbietet mir das Internet. Der Hohepriester sagt, dort sind nur böse Menschen und Sünde”

Tageszeitung: “Ich kann eh nicht lesen und wenn ich es könnte, wäre ich eh zu dumm, um zu verstehen, was da steht”

Magischer Messerschleifer: “Ich nehme nur stumpfe Messer, damit ich mich nicht so oft schneide, ich bin sehr ungeschickt”

Und wenn ich das Bedürfnis habe, jemandem etwas zu spenden, dann suche ich mir auf diversen Internetseiten ein tolles Projekt, eine Hilfsorganistation aus. Wenn ich schnelleres Internet brauche, dann vergleiche ich in Ruhe Anbieter und deren Leistungen.

Das ist genau so schlimm, wie damals der Vorwerk Verkäufer, welcher an die Haustüre kam und einen belästigt hat!

 

Was ist eure Meinung zu diesen aufdringlichen Verkäufern?

Euer Zacharias Fuchs